Schitti's Frühjahr 2003
Es ist Mai und das schlechte Gewissen ist gänzlich weg.
"Schitti" lebt sein Leben wie er es will, er kommt wenn er will, er tobt wenn er will und er schläft wenn er will.
  
Zerstören kann er nichts mehr, es sei denn, ich vergesse eine Tür hinter mir zu schließen. Das passiert aber kaum noch.
Mit den Hunden gibt es nach wie vor keine Probleme, ganz im Gegenteil, sie kommen besser mit ihm klar als ich.
Er läßt sich von ihnen jedenfalls mehr sagen als von mir.
 
Vor kurzem ist er, als ich mit den Hunden noch mal im Hof war, aus der
Wohnung gelaufen. Er hat mal eben 2 Türen geöffnet. Seitdem habe ich Drehknöpfe.
Ich wußte nun gar nicht was ich machen sollte, da machte jemand die Treppenhaustür auf und mit einem Satz verschwand er wieder in der Wohnung.
Alles was draußen ist ist unheimlich.
 
Das Leben hat sich etwas normalisiert, meine Nerven haben sich wieder aklimatisiert, so kann es bleiben.
Ich lasse ihn jetzt bis 24 Uhr toben, dann kommt er in sein Zimmer, was er sich auch ohne Kommentar gefallen läßt. Würde ich ihn nicht einsperren, würde er weitertoben. So beißt er noch etwas auf seinem Gummispielzeug rum und schläft dann auch.
 
So, es ist nichts weiter passiert und daher höre ich erst mal wieder auf.
Ich bin jetzt wieder unter der Kontaktadresse zu erreichen.
Weiter geht es im Sommer.

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